09.07.2025: 423 Leuchten in Gottenheim umgerüstet
Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED ist abgeschlossen
In knapp acht Wochen wurden die 423 Leuchtpunkte im Dorf durch stromsparende LED-Lampen ersetzt. Neben den technischen Leuchten, die nun überall im Dorf stehen, wurden die Glockenleuchten in der Hauptstraße mit LED ausgestattet.
„Ein wirklich tolles Projekt“, freute sich Bürgermeister Christian Riesterer bei einem offiziellen Termin im Rathaus. Zum Abschluss des klimafreundlichen Projektes waren Geschäftsführer Steffen Kölln, sowie Stefan Frings, Frank Lempert, Eva Mutschler-Oomen und Joris Preiser von der Freiburger Beraterfirma Endura Kommunal GmbH nach Gottenheim gekommen. Das Unternehmen hatte die Gemeinde bei der Planung und Umsetzung sowie beim Förderantrag beraten und begleitet. Die Umstellung wurde von der Badenova-Tochter BadenovaNetze durchgeführt.
In Gottenheim wird schon länger über die Umstellung der Straßenbeleuchtung nachgedacht. Zunächst hatte die Gemeinde ein Contracting-Modell ins Auge gefasst, dann aber beschlossen, die Umstellung in Eigenregie und auf einen Schlag durchzuführen. „Das war die richtige Entscheidung“, ist Bürgermeister Riesterer überzeugt. Um die größtmögliche Stromersparnis zu erreichen, sei die gesamte Umstellung auf LED notwendig gewesen, so der Bürgermeister. Der Gemeinderat sei von dieser Vorgehensweise überzeugt worden und habe dem Projekt zugestimmt. Leider habe die Gemeinde etwa eineinhalb Jahre auf den Förderbescheid gewartet. Dann konnte es losgehen.
Die Umstellung auf LED wurde von nur einem Badenova-Mitarbeiter erledigt. „Am Anfang dachten wir, das kann nicht sein, dass ein einziger Mann das alles schaffen kann. Zumindest nicht in einer akzeptablen Zeit. Aber wird wurden eines Besseren belehrt“, lobte Bürgermeister Christian Riesterer bei der Zusammenkunft im Rathaus die Arbeit von BadenovaNetze. In wenigen Wochen habe der Mann vor Ort die mehr als 400 Leuchten abgearbeitet. Neben der Installation der Leuchten waren einige zusätzliche Aufgaben zu erledigen. 35 neue Masten wurden aufgestellt, andere Masten mussten verlängert werden. Die alten Seilleuchten im Ortskern konnten ebenfalls abgebaut und ersetzt werden.
„Für die neue Beleuchtung haben wir von den Bürgerinnen und Bürgern bisher nur Lob bekommen“, freute sich der Bürgermeister. Durch die schlichten neuen Leuchten werde nun nur noch die Straße ausgeleuchtet, nicht die ganze Umgebung, Hausfassaden und Fenster. Die Lichtverschmutzung habe die Gemeinde so reduzieren können. Ein Beitrag für die Umwelt. Und eine deutliche Reduzierung der Kosten. „Wir sparen durch die Umstellung 84 Prozent der Stromkosten im Jahr. Wirtschaftlicher geht es nicht.“ Vor allem, weil die Straßenbeleuchtung der größte Posten bei den Energiekosten sei.
„Nach sechs Jahren hat sich das Projekt in Gottenheim amortisiert“, bestätigte Stefan Frings von Endura Kommunal den Mehrwert für Gottenheim. Zudem gebe es nun kein Stückwert mehr: In Gottenheim gibt es jetzt nur noch drei Lampenmodelle, Glockenleuchten, die neuen Technischen Leuchten und vereinzelt dekorative Leuchten. Das warmweiße Licht der LED-Leuchten werde von den Menschen als angenehmer wahrgenommen, ein zusätzlicher positiver Effekt.
Insgesamt hat Gottenheim in die Straßenbeleuchtung 190.000 Euro investiert, bei 25 Prozent Förderung durch das Land. Die neuen LED-Leuchten haben eine Betriebsdauer von rund 100.000 Stunden, das sind etwa 25 Jahre. Zudem sind die LED-Leuchten dimmbar und mit Schnittstellen versehen und so für weitere technische Erweiterungen vorbereitet, zum Beispiel Bewegungssensoren und eine smarte Steuerung.