Wasserstoffnetz Gottenheim?
An der Gemarkungsgrenze zu Buchheim verläuft eine große Gas-Pipeline, die mittelfristig auf Wasserstofftransport umgestellt wird, um die Industrie und andere große Wärmeabnehmer in Freiburg zu versorgen.
Europäisches Wasserstoffnetz
Mit dem REPowerEU-Plan wurden Maßnahmen zur raschen Verringerung der Abhängigkeit von russischen fossilen Brennstoffen und zur Beschleunigung des grünen Übergangs eingeführt.
Um die Entwicklung von Wasserstoffprojekten zu beschleunigen, setzte REPowerEU das Ziel, bis 2030 10 Millionen Tonnen erneuerbaren Wasserstoff im Inland zu produzieren und 10 Millionen Tonnen zu importieren (= 20 mio t).
Es wurde anerkannt, dass beschleunigte Anstrengungen erforderlich sind, um bis 2030 eine Wasserstoffinfrastruktur für die Produktion, die Speicherung, den Import und den Transport von 20 Millionen Tonnen Wasserstoff aufzubauen - ein wichtiger Beitrag zur Dekarbonisierung unserer Wirtschaft bei gleichzeitiger Gewährleistung der Versorgungssicherheit.
ENTSOG, GIE, CEDEC, Eurogas, GEODE und GD4S haben in Zusammenarbeit mit dem European Hydrogen Backbone auf der Grundlage der Schlussfolgerungen des 36. Europäischen Gasregulierungsforums dazu einen Bottom-up-Prozess gestartet.
Dieser soll alle relevanten Wasserstoffinfrastrukturprojekte erfassen und die Daten in einer interaktiven, benutzerfreundlichen und öffentlich zugänglichen Karte darzustellen, die von Interessengruppen und politischen Entscheidungsträgern genutzt werden kann.
Die interaktive Wasserstoff-Infrastrukturkarte fasst die Wasserstoffperspektive und -projekte von Fernleitungsnetzbetreibern (TSO), Verteilernetzbetreibern (DSO), Speichersystembetreibern (SSO) und LNG-Systembetreibern (LSO) sowie von dritten Projektträgern zusammen, die in Konsortien Projekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette entwickeln.
Quelle: www.h2inframap.eu (2026)
terranets Ausbauprojekt
Gemeinsam mit dem Verteilnetzbetreiber Badenova NETZE und dem französischen Gasinfrastrukturbetreiber NaTran (ehemals GRTgaz) arbeitet terranets bw an einem grenzübergreifenden Transportnetz für Wasserstoff: RHYn Interco.
Durch den Aufbau der erforderlichen Wasserstoffinfrastruktur, die zu größtmöglichem Anteil auf der Umstellung vorhandener Gasleitungen beruht, wird ab dem Jahr 2030 die Region Südbaden in Baden-Württemberg mit der Region Grand Est in Frankreich verbunden.
Quelle: terranets bw GmbH, Stuttgart
RHYn Interco
Die grenzüberschreitende Verbindung über den Rhein, die dazu entstehen wird, gibt dem Projekt seinen Namen:
RHYn
ist die Abkürzung für Rhine HYdrogen Network und Interco
steht für Interconnection, was „gegenseitige Verbindung“ bedeutet.
RHYn Interco
soll ab 2028 Großabnehmer in Baden-Württemberg mit der Region Grand Est in Frankreich verbinden.
Ab 2035 könnte das Wasserstoff-Netz bis in den Raum Offenburg erweitert werden.
Quelle: Badenova Netze, Freiburg i.Br.